souverän im netz
Betrug im Internet erkennen

Anlagebetrug: Wenn Krypto- und Traumrenditen-Versprechen zur Falle werden

Eine Geldanlage, oft in Kryptowährung, wird mit hohen, angeblich sicheren Gewinnen beworben. In Wirklichkeit existiert die Anlage nicht. Erfahren Sie, wie Sie Anlagebetrug erkennen und sich schützen.

So läuft die Masche ab

Wie funktioniert Anlagebetrug?

  1. Kontaktaufnahme: Der Kontakt entsteht oft über Werbung in sozialen Medien, eine Nachricht oder einen Anruf eines angeblichen „Anlageberaters".
  2. Vertrauensaufbau über Wochen: Manchmal mit echt wirkenden Telefonaten und persönlicher Betreuung.
  3. Gefälschtes Depot mit Gewinnen: Eine eigens eingerichtete Online-Plattform zeigt ein Depot mit stetig wachsenden Gewinnen, die jedoch frei erfunden sind.
  4. Drängen zu höheren Einzahlungen: Sie werden ermutigt, immer mehr Geld einzuzahlen, um „noch mehr zu verdienen".
  5. Auszahlung wird blockiert: Sobald Sie versuchen, sich Geld auszahlen zu lassen, gibt es plötzlich Gebühren, technische Probleme oder gar keine Reaktion mehr.
Warnzeichen

So erkennen Sie Anlagebetrug

  • Ungewöhnlich hohe, garantierte Renditen ohne erkennbares Risiko.
  • Kontaktaufnahme über soziale Medien, Werbeanzeigen oder Kaltanrufe.
  • Drängen zu immer höheren Einzahlungen, oft mit Verweis auf angebliche Gewinne.
  • Keine erkennbare Zulassung durch die Finanzaufsicht (BaFin) oder eine vergleichbare Behörde.
  • Auszahlungen werden verzögert, mit Gebühren belegt oder ganz verweigert.

Testen Sie sich selbst

Nur wer vorbereitet ist, handelt im Ernstfall richtig.

Jetzt üben
Was tun?

So reagieren Sie richtig

Auf Anlagebetrug hereinzufallen ist kein Grund für Scham — die gefälschten Plattformen wirken oft professioneller als echte Anbieter. Diese Schritte helfen jetzt.

  1. Keine weiteren Einzahlungen leisten, auch wenn angebliche Gewinne angezeigt werden.
  2. Anbieter und Zulassung prüfen, etwa über die Warnliste der BaFin.
  3. Kommunikation und Belege sichern, als Nachweis für eine spätere Anzeige.
  4. Bank informieren und eine Rückbuchung bereits erfolgter Zahlungen versuchen.
  5. Anzeige bei der Polizei erstatten, auch wenn die Rückholung der Summe unsicher ist.
Wichtig: Seriöse Geldanlagen versprechen niemals hohe, garantierte Gewinne ohne Risiko. Wer zu immer höheren Einzahlungen drängt, betreibt mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrug.

Häufige Fragen zum Anlagebetrug

Wie kann ich einen seriösen Anbieter erkennen?

Seriöse Finanzdienstleister sind bei der BaFin zugelassen und in deren öffentlichem Register zu finden. Prüfen Sie das vor jeder Einzahlung, und seien Sie besonders bei garantierten Renditen skeptisch.

Was tue ich, wenn meine Auszahlung plötzlich nicht mehr funktioniert?

Das ist ein starkes Warnzeichen für Betrug. Leisten Sie keine weiteren Zahlungen, auch nicht für angebliche „Freischaltungsgebühren“, und wenden Sie sich an Ihre Bank und die Polizei.

Bekomme ich mein Geld jemals zurück?

Das ist nicht garantiert, aber eine schnelle Anzeige und die Information der eigenen Bank erhöhen die Chancen. Warten Sie nicht ab, sondern handeln Sie sofort.

Mehr zum Thema

Wurde bereits Geld überwiesen? Die Soforthilfe bei Betrug zeigt die nächsten Schritte. Weitere aktuelle Maschen finden Sie auf der Seite Aktuelle Betrugsmaschen. Testen Sie Ihr Wissen im kostenlosen Übungspostfach.